Mittwoch 19. Dezember 2018

Inhalt:

Anlässe

 

kathbild.at / Rupprecht


 

» Taufe

» Trauung

» Erziehung

» Begräbnis

 




Das Leben ist voller Überraschungen und Wendungen: Eine Entscheidung, die vor einigen Jahren wichtig und klar war, kann später wieder fragwürdig werden. Nicht selten sind einschneidende Erfahrungen und Ereignisse ein Anlass, die Frage nach dem Tragenden und Sinnvollen im Leben zu stellen.

 

Und plötzlich kann die Geburt eines Kindes, die Liebe zu einem Menschen oder der Tod eines Nahestehenden die Frage nach dem persönlichen Verhältnis zu Gott und zur Kirche in neuer Weise aufwerfen.

 

Oft stehen Ausgetretene im Zusammenhang mit Taufe, Trauung, Kindererziehung oder Begräbnis vor neuen, ganz konkreten Fragen, die auch zu einem Weg zurück in die Kirche führen können. Antworten auf einige mögliche Fragen finden Sie hier.


 

 

Taufe

 

» Sie möchten Ihr Kind taufen lassen oder wollen Taufpate werden, sind aber nicht Mitglied der Kirche?

 

Wir freuen uns über den Entschluss zur Taufe Ihres Kindes oder zur Übernahme des Patenamtes. Es ist Ausdruck von Liebe und Verantwortung und ist verbunden mit dem Wunsch, das Leben eines Kindes in der Taufe unter den Segen Gottes zu stellen. Durch die Patenschaft entsteht für Sie eine besondere Bindung und Verantwortung gegenüber dem Täufling. Das Patenamt ist in seiner Bedeutung in der Vergangenheit oft unterschätzt worden, hat in den letzten Jahren jedoch deutlich an Stellenwert gewinnen können.

 

 

» Muss ich Mitglied der Kirche sein, um Taufpate/-in werden zu können?

 

Ja, wenn Sie das Patenamt ausüben wollen, müssen Sie Mitglied der Kirche sein. Sie bringen durch dieses Amt zum Ausdruck, dass Sie die Entwicklung und die Zukunft des Täuflings auch aus christlicher Verantwortung begleiten wollen. Pate bzw. Patin gehen an der Seite des Kindes mit allen anderen in der Kirche gemeinsam den Weg des Lebens und des Glaubens. Daher ist es notwendig, dass der Pate/die Patin selbst auch Mitglied der Kirche, der Gemeinschaft aller Getauften ist.

 

Wenn Sie einer anderen christlichen Konfession angehören, können Sie die Aufgabe eines Taufzeugen übernehmen, wenn zusätzlich ein katholischer Taufpate vorgesehen ist. Ihren möglichen (Wieder)Eintritt sollten Sie ausführlich mit einem Priester aus ihrer Region oder mit einer Ansprechperson besprechen.

 

 


 

 


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Trauung

 

» Sie denken wegen Ihrer anstehenden Hochzeit über einen Kirchen(wieder)eintritt nach?

 

Wir freuen uns, dass Sie Ihre gemeinsame Zukunft unter den Segen Gottes stellen möchten und über die Feier einer kirchlichen Trauung nachdenken. Inmitten Ihrer Familien und Freunde geben Sie sich in dieser Feier vor Gott das Versprechen gegenseitiger Liebe und Treue.

 

 

» Kann ich kirchlich heiraten, wenn ich selbst oder mein/e Ehepartner/-in aus der Kirche ausgetreten ist?

 

Ja, es besteht die Möglichkeit eine kirchliche Ehe zu schließen, auch wenn einer der beiden Partner seinen Austritt aus der Kirche erklärt hat. Der Geistliche (Pfarrer, Kaplan oder Diakon), mit dem Sie das Gespräch vor der Eheschließung führen, erwirkt bei der zuständigen kirchlichen Stelle eine Erlaubnis für die Eheschließung, so dass eine Heirat möglich wird.

 

 

» Kann ich wieder in die Kirche eintreten, wenn ich katholisch verheiratet war, geschieden bin und standesamtlich wieder geheiratet habe?

 

Grundsätzlich steht der Rücknahme eines Kirchenaustritts auch dann nichts im Wege, wenn eine erste Ehe geschieden wurde und man erneut standesamtlich geheiratet hat. Solange man von der ersten Ehe annehmen muss, dass sie gültig zustande kam, gilt jedoch, dass man auch nach einem Wiedereintritt in die Kirche an die Folgen der Lebenssituation als geschiedener und wiederverheirateter Katholik gebunden ist. Hier sollte jede persönliche Situation äußerst differenziert betrachtet werden, so dass ein Gespräch mit einem Seelsorger in jedem Fall ratsam ist.

 

Um Ihren möglichen (Wieder)Eintritt ausführlich zu besprechen, sollten Sie einen Seelsorger aus ihrer Region oder eine Ansprechperson kontaktieren.

 

» Ich will zwar nicht heiraten, aber ...

 

Sie haben einen Menschen kennen- und lieben gelernt, mit dem Sie zusammenleben möchten. Dieser Mensch ist überzeugter katholischer Christ. Das weckt den Gedanken in Ihnen, wieder in die Kirche einzutreten.

 

Es ist verständlich, wenn in einer Partnerschaft der Wunsch und das Bestreben da sind, in Fragen der Lebensgestaltung, der Wertvorstellungen und Überzeugungen einen gemeinsamen tragenden Grund zu finden. Ein gemeinsamer Glaube und geteilte religiöse und moralische Vorstellungen können eine Partnerschaft stärken und in Krisen Halt geben. Dass eine "nur formale" Mitgliedschaft dies nicht leisten kann, liegt auf der Hand.

 

Wir freuen uns darüber, wenn eine Partnerschaft oder eine Freundschaft Anlass sind, die Gründe für den Kirchenaustritt zu überprüfen oder Anstoß sind, vielleicht zum ersten Mal die Welt des Glaubens wirklich kennenzulernen und dann durch einen Wiedereintritt zu besiegeln. Treten Sie dafür in Kontakt mit einem Seelsorger aus ihrer Region oder mit einer Ansprechperson.

 

 


 

 

Religiöse Erziehung

 

Sie sind aus der Kirche ausgetreten. Ihre Kinder sind getauft und nun in einem Alter, in dem sie ihren Eltern auch religiöse Fragen stellen. Vielleicht kommt ihr Kind zur Erstkommunion. Aus diesem Grund erwägen Sie wieder in die Kirche einzutreten.

 

Es ist für die religiöse Erziehung der Kinder eine wichtige und hilfreiche Erfahrung, wenn die Familie religiöse Überzeugungen teilt und durch die gemeinsame Lebenspraxis bekräftigt. Daher freuen wir uns über Ihr Interesse, deswegen wieder in die Kirche einzutreten.

 

Für die Entwicklung von Kindern ist es aber ebenso wichtig, wenn Eltern als verlässlich und ehrlich erlebt werden, dass Leben und Überzeugung übereinstimmen. Sollten daher die Gründe weiterbestehen, weshalb Sie aus der Kirche ausgetreten waren, wäre es wichtig, diesen Umstand in die Entscheidung mit einzubeziehen. Suchen Sie dafür den Kontakt mit einem Seelsorger aus Ihrer Region oder mit einer Ansprechperson.

 

Und noch etwas: Sorgen, Ihrem Kind würden allein dadurch, dass Sie aus der Kirche ausgetreten sind, Nachteile seitens der Gemeinde oder in der Schule entstehen, sind nicht begründet.

 

 


 

 


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Begräbnis

 

Hat das Erleben einer kirchlichen Begräbnisfeier, der Verlust eines Ihnen nahestehenden Menschen oder der Gedanke an die eigene Beerdigung in Ihnen den Wunsch ausgelöst, (wieder) in die Kirche einzutreten? Für viele Menschen ist die christliche Hoffnung auf die Auferstehung wichtiger Halt und Trost in Situationen der Einsamkeit und der Trauer.

 

» Kann ich kirchlich beerdigt werden, wenn ich aus der Kirche ausgetreten bin?

 

Eine kirchliche Beerdigung ist ein Zeichen der Hoffnung auf die Auferstehung von den Toten. Ein Austritt aus der Kirche als Zeichen des Verlassens dieser Gemeinschaft hat zur Folge, dass von einer kirchlichen Begräbnisfeier abgesehen wird – aus Respekt vor der Entscheidung des Ausgetretenen. Wenn diese Frage für Sie Anlass ist, über einen (Wieder) Eintritt in die Kirche nachzudenken, dann suchen Sie bitte das Gespräch mit einem Seelsorger aus Ihrer Region oder mit einer Ansprechperson.

 

Manchmal kommt es vor, dass man erst nach dem Tod eines Menschen erfährt, dass dieser von der Kirche ausgetreten war. Wenn bei Ihnen oder den Angehörigen der Wunsch nach Mitwirkung eines Seelsorgers bzw. einer Seelsorgerin bei einer Beerdigung besteht, sollte das individuell mit der zuständigen Pfarre besprochen werden.

 

 

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